Samstag, 27. September 2014

Ein Monat in den USA

Hallo ins Internet,
ich bin jetzt seit genau einem Monat und einem Tag in den USA und ich fühle mich schon richtig zu hause. Anfangs hatte ich noch ein paar Probleme mit der Sprache, doch ich fühle mich immer sicherer. Auch die Schule macht Spaß!

Was mir besonders an den Amerikanern auffällt ist ihre Freundlichkeit, die positive Einstellung zu allem. Sicher: auch hier hat mal jemand einen schlechten Tag, aber alles in allem wird man viel freundlicher behandelt. So ist zum Beispiel auch das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern viel "freundschaftlicher". In der Mittagspause isst man mit den Lehrern in deren Klassenzimmern (zu meinem Schultag kommt nochmal ein extra Post) und man hat allgemein viel mehr Spaß in der Schule.

Letzte Woche war mein Geburtstag, wir sind am Tag davor auf das Washington State Fair gefahren, eine Art Jahrmarkt mit Achterbahnen und allem was dazu gehört. Sagen wir's mal so: Ich habe sehr viele Sachen gegessen, die ich besser nicht gegessen hätte, zum Beispiel Scones, Cookies, Burger, Elephant ears (lecker!!) oder meinen ersten Carmel Apple. Für alle die nicht wissen was das ist: Ein Apfel, getunkt in Karamelcrem, sehr fettig, sehr ungesund, sehr lecker. Ich beiße also in den Apfel und merke nach dem Essen das irgendwas in meinem Mund fehlt. Richtig, meine Zahnfüllung aus der dritten Klasse. Deshalb hatte ich gestern ein Treffen mit dem Zahnarzt, nur wegen diesem Carmel Apple. Es war trotzdem ein toller Geburtstag!

Ich denke nach einem Monat ist es Zeit sich für diese Möglichkeit zu bedanken! Vielen Dank an meine Familie nach Deutschland die mir diesen Auslandsaufenthalt ermöglicht, das ist sicher eines der größten Abenteuer die ich in meinem Leben erleben werde. Danke an alle die mich während der Vorbereitung unterstützt haben, meine Schule, Lehrer, Freunde, nochmal die Familie! Ohne euch wäre ich jetzt nicht hier. Danke auch an meine Gastfamilie hier in den Staaten, thank you very much for letting me join your live and experience the American way of living.

Vielen Dank für diese große Chance!
Greetings, Jonas

Mittwoch, 17. September 2014

CrossCountry

Hallo aus Onalaksa!
Mal wieder ein Lebenszeichen von mir: Heute will ich euch etwas über CrossCountry erzählen, die Sportart die ich zur Zeit hier mache. Bei CrossCountry (vielleicht Querfeldeinlauf) rennt man, wie der Name schon sagt, einfach durch die Natur. Ich bin im Team von unserer HighSchool, eigentlich hat jede Schule hier so ein Team. Wir trainieren jeden Tag 2 Stunden, machen 400m Läufe und 1 Meile auf Zeit. Letzten Samstag und gestern waren die ersten Wettkämpfe bei denen ich teilnehmen konnte, morgen ist der nächste. Das funktioniert so: Man rennt 5 Kilometer so schnell man kann, nach einer bestimmten Route. Das ganze geht auf Zeit, der Schnellste gewinnt. Meine Bestzeit vom Samstag liegt bei 20 Minuten und 57 Sekunden. Es ist eigentlich nur eins: Anstrengend. Furchtbar anstrengend. Aber ich habe trotzdem Spaß bei der ganzen Sache und bin auch ganz zufrieden mit mir! Bei dem Wettkampf wurde mein Team außerdem Zweiter in der Gesamtwertung. 

Der Wettkampf war in Ocosta, in der Nähe vom Pazifik. Deshalb sind wir nach dem Meet noch an den Strand gefahren. Nur zwei Stunden Fahrt zum Meer von zuhause, ich hatte richtige Urlaubsgefühle.

Viele Grüße aus dem sonnigen Nordwesten
Jonas

Samstag, 6. September 2014

Lock down & Football

Hey everybody,
gestern war definitiv ein Tag den ich nicht so schnell vergessen werde! Die Schule ging wie immer um 08.15 Uhr los, doch um 10:30, ich hatte gerade Englisch bei Aushilfslehrerin Thompson, hörten wir unsere Sekretärin über den Lautsprecher: "We are in lock down mode". Ich hatte keine Ahnung, war ja erst mein dritter Tag in der Schule. Doch ich begriff schnell was los war, als sich alle Schüler unter die Tische setzten, die Tür abgeschlossen wurde und die Fenster zugehängt. Amokalarm würden wir es wohl nennen. Draußen gingen die Lichter aus und wir mussten leise sein. Ich sah schon die neuste BILD vor mir: Austauschschüler stirbt bei wildem Feuergefächt in den USA! Doch so weit kam es zum Glück nicht. Über Facebook und co. (das WLAN war voll ausgelastet und total langsam) erfuhren wir das irgendwo im Ort ein Brandstifter unterwegs war, der am Tag zuvor in Chehalis, einem Nachbarort, Brände gelegt hat. Vielleicht hatte er auch eine Waffe dabei. Das war natürlich Grund genug alles dicht zu machen. Heißt: Wir mussten einen Eskort rufen um 50 Meter in der Schule aufs Klo zu gehen, das Essen wurde uns in die Zimmer gebracht, und insgesamt steckten wir 4 Stunden fest. Dann kam die Durchsage dass für den heutigen Tag alles gecancelt sei, wir bräuchten nichts mit nach Hause nehmen. Die Schule war zwar immer noch im Lock down Mode, aber wir durften alle gehen. Auf jeden Fall ein ziemlich krasses Erlebnis :D

Am Abend gings schon wieder zurück in die Schule, zum ersten Football-Game der Saison. Ich habe vorher noch nie ein Footballspiel gesehen, aber es hat ziemlich Spaß gemacht zuzusehen! Es ist ein ziemlich aggressives Spiel, die Regeln kapier ich überhaupt nicht, aber es war lustig. Auch die Band und die Cheerleader waren da, und natürlich Loggerbob, das Maskottchen meiner Highschool. Nächste Woche darf ich übrigens Loggerbob sein, ich freu mich drauf :D

Greetings
Jonas


Noch mehr Bilder gibt's hier!

Erster Schultag

Hey,
mein erster Schultag: der chaotischste Tag in meinem Leben :D Nach vielen vielen Stundenplanänderungen habe ich jetzt in der ersten Stunde Prealculaus (wg. Lehrermangel am Computer), dann VideoProductions, English, Environmental Science, Weights und zum Schluss Choir. Bis Ende Oktober läuft zusätzlich die CrossCountry Saison, darüber berichte ich aber ein anderes Mal ausführlicher. Leider war der Spanischunterricht in der Schule zu leicht für mich, ich suche gerade nach einer Alternative damit ich am Ball bleiben kann.

Der erste Schultag begann mit einer Versammlung, alle Lehrer, das Personal und die Austauschschüler wurden vorgestellt. Wir sind ziemlich viele Austauschschüler in Onalaska, neben mir zwei andere Deutsche (angeblich kommen noch mehr), ein Junge aus Kasachstan und einer aus Albanien. Wie schon gesagt, die ersten Tage waren sehr chaotisch aber langsam kehrt die Routine ein.

Greetings
Jonas

Neue Bilder in "Mein Auslandsjahr in Bildern"!!



Montag, 1. September 2014

Pfirsiche in Yakima

Hallo ihr da draußen,
ich bin jetzt seit fast einer Woche hier und fühle mich ziemlich wohl. Am Donnerstag waren wir in der Schule um mich zu registrieren und die Fächerwahl zu machen. Ich habe einen (sehr) schweren Mathe-Kurs gewählt, damit ich mit meiner deutschen Klasse mithalten kann, dann bin ich in VideoProductions, anschließend in Spanish, dann in Science (BIO, Chemie und Physik zusammen). Nach der Mittagspause Englisch und in der letzten Stunde Choir. Ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Auswahl, die ersten 2 Monate habe ich auch noch CrossCountry-Training, sowas wie Rennen auf Zeit :D

Am Samstag waren wir in Yakima, ca. 3 Stunden mit dem Auto von hier. Allein die Fahrt war schon eine Herausforderung, zu sechst in einem viel zu kleinen Truck. Als wir in Yakima angekommen sind, waren wir auf einer Obstplantage und haben frische Pfirsiche und Pflaumen gepflückt. Dann gings noch eine halbe Stunde weiter wo wir auf einer Tomatenplantage frische Tomaten geplückt haben. Die drei Stunden Fahrt haben sich echt gelohnt, das habe ich germerkt als ich eine frische aufgeschnittene Tomate in der Hand hielt und sie aß - kann ich nur empfehlen :D. Nach 3 Stunden Fahrt zurück waren wir alle ziemlich am Ende. Doch der größte Teil der Arbeit stand uns noch bevor: Seit gestern kochen wir die Früchte ein. Es sind wirklich extrem viele. Aber irgendwie hab ich Spaß an der ganzen Sache.


Morgen geht die Schule los, ihr werdet hoffentlich bald mehr von mir hören.
Jonas